Rückblick zum Sahara-Retreat Herbst 2022

Thema der Erfahrungsreise: „Leben in der neuen Welt“

Echte Liebe, echte Freundschaft, echtes Verbunden-Sein drückt sich auch dadurch aus, dass ich für die Entwicklung des anderen die Verbindung riskiere. Als Spiegel, Projektionsfläche zur Verfügung bin.

Wunderbar zu erleben, welche Wunder geschehen, wenn wir bereit sind und uns einlassen. Damit auch reflexionsbereit und reflexionsfähig sind, uns in der Tiefe begegnen und erkennen wollen.

So war der Ablauf der Reise:

Wieder eine besondere Reise in die Sahara und ja, es ist kein Strandurlaub. Wie steht es im Prospekt: „Diese Reise hat Expeditionscharakter.“ Wenn wir bereit sind, geschehen Wunder. Unsere alten Schutzmauern, die längst überflüssig sind, zerbröckeln und wir stehen neu im Leben. Das ist im Leben immer, jedoch in Gemeinschaft und in der Sahara intensiver und deutlich schneller, direkter spürbar. Alles zeigt sich. Sind wir bereit, dann geht der Weg durch unsere Schattenwelt, durch die Unterwelt – und das meiste spielerisch. Der Erfahrungsschatz bleibt, der alte Schmerz, der noch in unserem Körper gespeichert war, löst sich … geht. Unsere schlimmsten Erfahrungen beinhalten unseren größten Erfahrungsschatz für unseren Auftrag hier auf Erden. In der Wüste zeigt es sich und mit Begleitung der Wüste und der Gruppe können wir durchgehen. Da sind Wunder geschehen. Geburten geschehen.

Die Anreise

Der Gutteil der Gruppe ist gleich vom Jonathan aus mitgefahren – mit Übernachtung im Truck oder im Freien am Gardasee und Weiterfahrt nach Genua. Dort auf das Schiff. Unser wunderfeines Essen in der Kabine aufgebaut und genossen. Es ging erst mit fünf Stunden Verspätung los. Über das „Warum“ gab es verschiedene Gerüchte, für mich das einleuchtende: Es waren noch fünf Meter hohe Wellen und man wollte, dass alle erst gegessen haben, das Essen verdaut haben und am Schlafen waren, um dann die ersten paar Stunden durch die Wellen zu reiten. Wunderbares schaukeln, nachdem ich in der Kabine erst mal alles gesichert hatte.

Auf hoher See

Im Hafen in Tunis ging es diesmal flott. Nach einer halben Stunde waren wir draußen und nach einer weiteren halben Stunde badeten wir bei Hammett bei 27 Grad Wassertemperatur gegen Mitternacht im Mittelmeer. Am nächsten Tag kommen die „Flieger“ zu uns und es geht weiter Richtung Douz.

Eine erste Prüfung: die Lichtmaschine fiel aus, der Nasenbär sprang an der Tankstelle nicht an, die Tunesier ermutigten uns, den Truck einfach anzuschieben, was mit 15 Personen easy gelang. Dann ging es weiter, bis das Licht schwächer wurde und wir feststellten, dass die Stirnlampen ein ebenso gutes Licht gaben. Es ging durch die Nacht mit Standlicht und Stirnlampen.

Ankommen in Douz, dem Tor zur Wüste

Frühmorgens waren wir bereits in Douz, das sich das Tor zur Wüste nennt. Nachdem wir dort beste Verbindungen haben, im Freundesfeld sind, ging die Reparatur flott und für 40 € war der Truck, der Nasenbär, fit für die Weiterreise. Eine Nacht noch im Hotel, Einkäufe in Douz, schöne Wüstenklamotten kaufen, Bestellung für weitere Klamotten aufgeben, wunderbares Obst und Gemüse einkaufen und weiter ging es ins Sandmeer.

Mit dem Nasenbär in der Sahara

In der Sahara

Das erste Stück im Sand gehen und die erste Nacht im Sand, im Hotel der 1 Millionen Sterne. Die nächste Etappe führte uns zu Fuß bis zum Café de Park zu unserem Freund Mustafa, wo wir nochmal mit tunesischem, veganem Essen beglückt wurden. Dann ging es weiter in die Stille, das All-Eins-Sein in den Dünen.

Charles mit Mustafa im Café de Park

Drei Etappen zu Fuß und dann in einer wunderschönen Wüstenregion umgeben von einem Dünenkreis und wir getragen vom Sandmeer. Hier verbrachten wir auch die drei Stille-Tage – jeder mit sich sein, tief einsinken. Auch im heißen Sand baden, Heilung geschehen lassen, erinnern, wie und was wir wirklich sind. Auch unseren inneren Dämonen begegnen und sie als Phantasie entlarven. Wie es in der Bibel beschrieben ist: Jesus 40 Tage in der Wüste.

Wandern im Wüsten-Meer

Die Reise ist begleitet von ganz feinem vollwertigem Essen, Austausch am Feuer, Themen zeigen sich, mit denen wir gehen, auch Inspirationen aus dem Kurs in Wundern begleiten uns. Die Wüste hat uns wunderbar aufgenommen, getragen, Themen ans Licht geholt und uns durchgeführt. Klar, sind wir als Begleiter dabei, auch als Geburtshelfer. Klar, zeigen sich auch Wiederstände. Die Frage ist immer wieder: Sind wir bereit, ihnen zu begegnen und durchzugehen? Wir, das Team und die Wüste können nur mit offener Hand und offenem Herzen einladen. Wer wie der Einladung folgt, ist selbstverständlich frei. Und es geschah intensives Durchgehen, Wunder.

Verabschiedung in Douz und Weiterreise nach Umahindra

Nach weiteren zwei Tagen ging es für die einen mit Charles zurück nach Douz, mit dem Nachtbus nach Tunis und dort in den Flieger – nach gemeinsamem Rückblick, feinem Abschlussessen in Douz und saftigem Verabschieden.

Coco Tache bei der Veraschiedung in Douz

Der andere Teil der Gruppe ging von Bir Ahmed (einem Brunnen in der Wüste) nach Umahindra, einem alten, zerfallenden, wunderschönen Ort im Sand mit Moschee, Friedhof und zwei Marabus. Marabus sind kleine Kuppelbauten, Grabstätten für regionale Heilige. Die Etappe – etwa 30 km – mit zwei Übernachtungen gemeinsam mit Mabrouk und den Dromedaren.

Sonnenuntergang in Umahindra

In Umahindra kamen wir wieder zusammen, auch Jonas kam ins Team dazu. Wir verbrachten zwei Tage mit „Nachverdauen“, integrieren, hinspüren. Dann war der Wunsch nach Dusche und Hotel. Der Markt in Douz begrüßte uns mit seiner Fülle, dann ging es weiter über den Salzsee und die Ausläufer des Atlasgebirges, die Schluchten von Tamerza in Richtung Tunis.

„Pfiat di“ Sahara, „Griasdi“ Jonathan

Noch eine Nacht im Hotel – Sand ausschütteln –, die Fressorgien und Animationsprogramme in einem normalen Touristenhotel verwundert bis erschrocken erleben. Sonntagabend ging das Schiff mit uns in Richtung Italien, Montagabend waren wir in Genua, nach einer kurzen Nacht im Grünen bei Rovereto und Dienstagmittag im Jonathan.

Meine Gedanken

Auch in der Sahara war es für die Jahreszeit sehr warm. Normal rechnen wir mit 25-30°, die jedoch bei 25-38° lagen. Klar, kamen verschiedene Teilnehmer auch an und über ihre Grenzen, aus der Komfortzone raus und damit mit sich selber tief in Kontakt. Alter Schmerz, alte gedeckelte Wut durfte sich zeigen, meist auch bereits wandeln, neues Gewahr-Sein.

Vielleicht dürfen wir noch deutlicher machen, dass die Wüste kein Strandurlaub ist, sondern eine intensive, uns auf die nächste Ebene auf unserem Lebensweg katapultierende Erfahrung, um in der Zeit des Wandels unseren Platz zu erkennen und einzunehmen. Es kann auch ganz sanft und friedvoll sein, es kann aber auch intensiv werden, wer weiß.

Meine Erfahrung: Die Wüste schickt uns immer das, was wir brauchen für unseren Heilungsweg. Bei der April-Tour gab es überraschend viel Wind, diesmal war es warm.

Ausblick

Da ist Freude auf die kommende April-Tour: „Sein in Fülle, Leben in Fülle“. Erforschen, wie ist dieses Leben in der neuen Welt, wie kreieren wir Fülle im Innern und im Außen. Verbunden damit auch beginnen, das zu tun, wo unser Herz, unsere Seelen lachen. Vertrauen entstehen lassen, dass wir davon auch leben können, was wir wirklich willkommen sind zu wirken. Ein gutes, wertvolles, erfülltes Leben entfaltet sich, wenn wir uns trauen, diesen Schritt zu machen. Aus der Zeit von Angst und Gier in die Zeit von Fülle und echtem Wohlergehen und Miteinander.

In der Wüste bekam der Begriff Gottvertrauen eine neue wunderbare Bedeutung für mich und es begleitet mich, dass alles was geschieht, richtig ist, genau richtig ist, dass das ganze Universum bereit ist, uns auf unserer Gewahr‑Seins- und Erkenntnisreise zu fördern, zu begleiten.

Die Erfahrung zeigt: Wir bekommen Übungen, die uns zu 100 % fordern, aber nie überfordern, wenn wir zu uns stehen. Dankbar für diese Zeit, Dank an das Zusammenwirken der ganzen Gruppe und an die Wüste. Damit klar auch an den Nasenbär, alle Teilnehmenden, an die Dromedare und an Mabrouk, unseren Beduinenführer.

Bereit für die nächsten Schritte.

Du möchtest beim nächsten Sahara-Retreat dabei sein? Dann freuen wir uns auf deinen Kontakt: info@zeit-fuer-freiheit.de

>> Zu den Sahara-Retreats

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