Schritt für Schritt auf dem Weg des Erwachens

Spirituelles Wachstum malen wir uns oft als einen glückseligen und schönen Prozess aus. Wir mögen glorifizierte Bilder vor Augen haben von Menschen, die sich in strahlende Engelswesen verwandelt haben, getragen werden und von einem Heiligenschein umgeben sind. Doch wie sah der Weg dorthin aus?
Wie wäre es, wenn spirituelles Wachstum, geistiges Entfalten ein Weg ist, der durch die Unterwelt der „Person“ führt? Wie wäre es, wenn erst alles erlöst werden darf, was noch im persönlichen Schattenbereich weilt? Wie wäre es, wenn das auch der Grund ist, warum viele auf dem spirituellen Weg stagnieren – weil sie sich schonungslos begegnen müssen? Jeder Krieg, den wir im Außen sehen, ist eine Einladung, in den Spiegel zu schauen und zu forschen, was da in unserem Inneren noch wütet – und oft gut gedeckelt ist.
Den Weg des Erwachens zu gehen, bedeutet, dass wir dabei Trennung, Schmerz, Gewalt, Missbrauch, Unvollkommenheit, … begegnen. Lassen wir uns auf diesen Lernweg ein? Sind wir bereit, in der Tiefe zu reflektieren, gewahr zu sein was echt ist, was fake, was Projektion ist?

Das geistige Entfalten katapultiert uns immer wieder aus der Komfortzone. Wir betreten Neuland. Das macht auch Angst – neben der Freude. Es bedeutet, immer wieder Phasen des Nichtwissen, des Zweifels, der Orientierungslosigkeit zu durchleben. Die Versuchung, uns mit den dunklen Teilen, den Prüfungen die wir erhalten, mit den Schattenteilen denen wir begegnen, nicht zu zeigen (besonders als Lehrer, Wegbegleiter, Seminarleiter) und uns hinter spirituellem Halbwissen zu verstecken, ist groß. Absolute Aussagen und Doktrinen, wie das Universum funktioniert, sind hier oft ein klarer Hinweis darauf, dass da eine Schutzfassade, eine Maske ist.

Die Reise ist ein Prozess des immer wieder neuen Untersuchens und Gewahr-Werdens. Immer wieder, immer weiter, immer feiner auf einer neuen Ebene. Und gleichzeitig ist es ein Aufhören zu tun. Wir können nichts erzwingen, wir haben nichts in der Hand. Stattdessen dürfen wir erkennen, dass das Leben nie unter unserer Kontrolle war, ist oder sein wird. Das kann es nicht sein. Wir können nicht bestimmen, was in unserem Leben passiert – egal wie sehr wir versuchen, etwas zu planen oder festzuhalten. Egal wie viele lebenslang versuchen, das Leben unter Kontrolle zu bekommen, es geht nicht. Letztendlich können wir nicht kontrollieren, ob der Zug pünktlich ist, ob es regnen wird, ob andere uns mögen und mit uns sein wollen. Da ist die Kapitulation, das Sein-lassen auf dem Weg, das Loslassen. Die Gelassenheit wächst – die Dinge nicht mehr von uns wegzustoßen, sie anders haben zu wollen, sondern sie anzunehmen, so wie sie sind. Sie in unsere Liebe hineinzunehmen und einfach da zu sein, mit dem was ist. Aus dieser Gelassenheit geschieht der Wandel. Wenn wir den Wandel erzwingen wollen, verhindern wir ihn. Willkommen in der Ge-lassen-heit.

Lass uns untersuchen, was es bedeutet, den Heilungs- und Gewahr-Seins-Weg zu gehen:

  • Langsam werden
  • Hin spüren
  • Lieben, was ist
  • Annehmen
  • Uns lieben, so wie wir sind und erscheinen – mit allem
  • Unsere (größte) Angst in den Arm nehmen
  • Einladen, dass sich das zeigt, was in uns bisher gedeckelt, versteckt war
  • Weich werden lassen, was verhärtet war
  • Vertrauen in das Sein wachsen lassen
  • Es sich entfalten lassen
  • Bereit sein für Scheitern und Gelingen
  • Berührt sein (dürfen)
  • Gewahr-Sein
  • Baden in Liebe
  • Liebe sein

Das sind Schritte, die ich da im Moment sehe und erlebe…

Was siehst Du für Schritte, was erlebst Du … auf dieser Reise?

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2 thoughts on “Schritt für Schritt auf dem Weg des Erwachens

  1. bruno trösch

    lieber charles,
    ich habe dich im erdleilungs- kongress gesehen.
    ich leide seit 32 jahren unermesslich. ich habe schon vieles gemacht. aber niemand konnte mir helfen.
    du sagtest, das man dir schreiben könnte, was ich hiermit mache. ich habe nur eine frage, wie finde ich erlösung vom leid?
    danke bruno

    Antworten
    1. Charles KunowCharles Kunow Beitragsautor

      Srvus Bruno – das Leid ist da um dir etwas zu sagen, womöglich um dich zum Zuhören zu zwingen … die Frage ist was ist dein Seelenplan, dein Lebensplan und welche Erfahrung wolltest du machen um ihn zu erfüllen. Welchen Erfahrungsschatz wolltest du realisieren und welche Lebensaufgabe resultiert daraus … Wenn das erkannt und realisiert ist, wandelt sich Leid in Lebenskraft. Viele wollen zum Beispiel ihre Krankheiten loswerden und suchen den Arzt oder Heiler, der sie ihnen „abnimmt“. Viel Ärzte versprechen das auch „ich heile dich“. Das geht nicht wir heilen in dem wir uns dem Höheren erinnern und hingeben. Und ja dazu könne wir Begleiter an unserer Seite haben die Schritet zur Heilung MÜSSEn wir selbst gehen..Dazu braucht es die Kapitulation des Egos -„ICH schaffe es nicht“ und dann ES dem Großen Ganzen übergeben. Wenn du da tiefer gehen magst und bereit bist gewahr zu sein – gerne über Mail Info@Zeit-fuer-Freiheit.de oder Skype oder.. Womöglich ist es Zeit und du hast ausgelitten .. Herzensgruss Charles

      Antworten

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