Ja, wir kommen zusammen und werden intensive acht Tage miteinander leben. Zusammen-Sein. In uns formt es sich neu und wir tragen es in die Welt, geben unseren Beitrag, stecken andere damit an, sodass die Menschheit auf einer neuen Bewusstseinsebene zusammen ist, zusammenlebt, zusammenwirkt, als Menschheitsfamilie im Midananda. Fülle ist, Bewusst-Sein ist, wir leben und teilen es.
Es beginnt immer klein, aus kleinen Samen werden große Bäume.
In vielen Beziehungen, Firmen, Gemeinschaften geht es gerade „zur Sache“.
Es kommt alles ans Licht, es lässt sich nicht mehr unterdrücken, deckeln. Auch weltweit. Konflikte – auch weltweit. Was ist der Hintergrund, der Motivator? Minderwertigkeitsgefühle und damit verbunden Angst. Wenn wir in uns ruhen – gibt es diese Art Konflikte nicht. Wohl auch im Elternhaus haben wir erlebt, dass Konflikte unendlich sind und nie zu einem guten Ende führen. Wie wäre es, wenn sich dieser Glaubenssatz wandelt und unsere Konfliktfähigkeit sich expandiert in hohe Friedfertigkeit?
Sind Konflikte unendlich? Ja, wenn wir nicht bereit sind zu entdecken, was da wirklich spielt. Es ist okay, erstmal Vorwürfe zu machen. Das kann eine erste Stufe sein und dann untersuchen, was werfe ich dem anderen wirklich vor. Oft werfen wir dem anderen vor, was wir selbst tun, wollen es jedoch nicht wissen. Aber warum wollen wir es nicht wissen? Es würde unsere destruktiven Lebensstrategien ans Licht bringen und was droht, wenn wir hinsehen? Frieden und Sein in Liebe.
Was ist unsere größte Angst? Marianne Williamson, eine Vertreterin des „Kurses in Wundern“ schreibt: „Unsere größte Angst ist, dass wir über alle Maßen mächtig sind.“ Und deshalb alles Mögliche an Dramen kreieren, um uns nicht in das entspannen zu müssen, was wir wirklich sind.
Marianne Williamson: „Wer sind wir…? Und wofür sind wir hier…?“
Nur zu gerne weichen wir den großen Fragen aus, richten unser Leben aus an Zielen, Werten oder Grenzen, die niemals dazu gedacht waren, die unseren zu sein …
Marianne Williamson ertappt uns in unserem antrainierten Zaudern… Darum berühren ihre Worte so viele von uns so tief. Ihr Gedicht „Unsere tiefste Angst“ reicht uns die Hand dort, wo wir sind, nimmt uns mit und führt uns leicht und liebevoll zu einer Aussicht, die uns zu groß und unfassbar scheint, um wirklich wahr zu sein …
Zum Glück allerdings nur fast … Hier sind ihre Worte, bekannt und ein guter Erinnerer:
Unsere tiefste Angst
Unsere tiefste Angst ist nicht die,
dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist es,
dass wir über alle Maßen mächtig sind.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
das wir am meisten fürchten.
Wir fragen uns, wer bin ich denn,
um von mir zu glauben, dass ich brillant,
großartig, begabt und einzigartig bin?
Mal ehrlich: Wer bist du, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich klein zu machen nützt der Welt nicht.
Es ist nichts Erleuchtetes daran,
dich selbst klein zu machen,
nur damit andere Menschen um dich herum
sich nicht verunsichert fühlen.
Wir alle sind dazu geboren,
zu Strahlen wie Kinder.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes,
die in uns liegt, in diese Welt zu bringen.
Sie ist nicht in einigen von uns,
sie ist in jeder und jedem.
Und indem wir unser eigenes Licht leuchten lassen,
geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis,
es ebenso zu tun.Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreien,
befreit unser Dasein die anderen ganz von allein.

