Das Risiko der Liebe – Zeit für Freiheit?

Guten Morgen … Gedanken zum Wollen …

Wollen wir lieben oder gefallen?
Wollen wir rechthaben oder glücklich sein?
Wollen wir Anerkennung oder Erfolg?
Wollen wir dumpf leben oder aufwachen?
Wollen wir niemanden verletzen oder unverschämt leben?
Wollen wir eine neu Qualität – in der Beziehung, in der Arbeit, in der Welt – oder wollen wir Konflikte vermeiden?

Der Berliner Philosoph Byung-Chul Han (gesamtes Interview http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/05/byung-chul-han-philosophie-neoliberalismus):
Und ist es nicht tatsächlich so, dass man heute im Leben und in der Liebe jede Verletzung vermeidet? Man will nicht verletzlich sein, man scheut jedes Verletzen und jedes Verletztsein. Für die Liebe braucht man einen hohen Einsatz. Aber man meidet diesen hohen Einsatz, weil er zur Verletzung führt. Man vermeidet Leidenschaft, in Liebe zu verfallen ist schon zu viel Verletzung.
Man darf nicht mehr in Liebe verfallen, im Französischen würde man sagen
„tomber amoureux“. Dieses Fallen ist zu negativ, schon eine Verletzung, die zu vermeiden ist. Das verbinde ich mit einem anderen Gedanken … Wir leben in einem Zeitalter des „Like„. Es gibt keinen „Dislike“-Button bei Facebook, es gibt nur „Like“. Und dieses „Like“ beschleunigt Kommunikation, während „Dislike“ die Kommunikation stocken lässt. Auch eine Verletzung lässt die Kommunikation stocken. Selbst die Kunst will heute nicht mehr verletzen. Alles wirkt abgerundet, abgeschliffen, geglättet. Heute entsteht eine Kultur der Gefälligkeit.“

Stehen wir auf für das „Mehr“ im Leben oder laufen wir unauffällig im Rudel mit?
Folgen wir unserem Herzen oder sind wir Sklaven der Angst?
Wie extrem muss es werden bevor wir bereit sind den Weg zu gehen?

Ja das führt anfangs durch den Wiederstand, durch Anfechtungen und dann …. sind wir bewunderter, beneideter, motivierender Vorreiter – und das bemerken wir gar nicht, denn wir gehen unseren Weg. Wir machen es nicht für die Anerkennung der Welt, wir tun es weil wir es tun. Da wartet Freude und Glück, nicht nur für uns selbst.

Ist es Zeit unsere Freiheit neu zu tanzen?
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