Macht und Machtmissbrauch

Was ist gerade dominierend hier auf Erden im Kleinen und im Großen? Ist es das Sein in Liebe, oder sind es die Minderwertigkeitsgefühle und damit der Machtmissbrauch?

Wo Macht ist, ist auch Machtmissbrauch.

Warum? Der Planet Erde ist ein Übungsraum, ein Schulungsraum.

Wir, göttlichen Wesen in einem menschlichen Körper, sind Schöpfer.

Schöpfen, gestalten, realisieren, bedeutet Einsatz von Macht.

Realisieren ist beides: erkennen, dass es Wirklichkeit ist oder es Wirklichkeit werden lassen.

Unsere Sprache ist sehr deutlich: es gibt die durchaus gebräuchliche Aussage „Liebe machen“.

Was machen wir da wirklich, wenn wir es wirklich machen? Vom Ursprung hat es nichts mit Sex zu tun, sondern zwei Wesen vereinen sich, aus zweien wird in diesem Moment, in dieser Phase, eins. Es ist eine Eins-Werdung. Wir erleben den Zustand von all-eins sein.

Das kann in anderen Momenten auch geschehen, wenn wir auf einer sehr hohen Ebene zusammenwirken, zusammenarbeiten, das kann bei intensiver Bewegung in der Natur geschehen.

Das geschieht beim zusammen singen, beim zusammen atmen, bei Zusammenkünften, besonders bei „konspirativen“ Zusammenkünften. Con-spirare. Con – zusammen und Spirare ist atmen. Wir atmen zusammen. Dadurch werden wir Eins. Das geschieht auch automatisch beim zusammen singen.

Platon beschreibt in „das Volk“ so fein, dass es verschiedene Lebensphasen gibt. In der einen wollen wir uns beweisen, etwas schaffen um dadurch jemand sein. Wunderbar, nichts falsch daran, alles gut. Dann, nach ein paar weiteren Entwicklungsschritten, kann die Phase der Gelassenheit kommen. Wir blicken von der höheren Warte auf das Treiben hier auf Erden, können sehen was da geschieht, nehmen die Hintergründe wahr. Jetzt können wir auch Entscheidungen zum Wohl einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft, eines Staates treffen. Wir sind nicht mehr verhaftet im irdischen Überlebenskampf, im beweisen Kampf, im Ringen der Egos. Da ist kein Muss mehr, da ist kein getrieben sein mehr, da ist Ge-lassen-heit. Wir können Dinge so lassen, wie sie sind. Es gibt jedoch auch keinen Zwang, dass sie so bleiben müssen wie sie sind, im Gegenteil wir sehen das Entwicklungspotential. Da braucht es meist nur einen ganz kleinen Impuls und es wandelt sich. Womöglich sieht gar keiner warum es sich gewandelt hat. Das ist der Unterschied zwischen managen und führen. Der Manager löst Probleme, das bedeutet wohl auch, er wartet, bis da wirklich Probleme sind. Dann legt er Hand an (Manus die Hand) und bewegt etwas. Er bekommt auch große Anerkennung für sein Tun und er wird immer besser im Managen dadurch, dass er dies ständig übt. Dazu braucht er Probleme. Ob ihm das bewusst ist oder nicht, macht kein Unterschied.

Jemand der führt, sieht Probleme kommen und gibt Impulse bevor die Herausforderung für die meisten anderen überhaupt sichtbar sind. Er löst und erlöst. Er bekommt auch keine sonderliche Anerkennung für sein Wirken, denn fast niemand bekommt es mit. Erst wenn er nicht mehr da ist, und es von Problemen nur so wimmelt und man mit aller Kraft dabei ist Probleme zu lösen, bemerkt man, dass sich etwas verändert hat. Oft wird selbst da nicht bewusst, was sich verändert hat. Jemand der wirklich vom Herzen führt, jemand der wirklich die Zusammenhänge sieht und darin gelassen ist, der ist auch frei davon, Anerkennung zu brauchen, er ist einfach und ES wirkt. Er ist in Wertschätzung, Selbstliebe, Anerkennung mit sich selbst. Er hat sich selbst erkannt. Er ist auch bereit sein Wissen, seine Fähigkeit zu teilen und weiterzugeben, das geschieht jedoch ganz sanft und unspektakulär.

Das ist bewusster Umgang mit Macht. Und damit göttliches Wirken.

Das Ringen um Ergebnisse, das Ringen um Anerkennung, das etwas leisten und beweisen müssen, etwas erreichen müssen, ist erst mal nicht verkehrt.  Es ist ein bestimmter Erfahrungsraum. Es ist ein Raum in dem wir unsere Schöpferkraft entwickeln. Wenn wir jedoch in dieser Phase hängen bleiben, in der Anerkennungssucht. Die Anerkennung von außen kann nie die eigene Wertschätzung ersetzen. Liebe die uns von außen zufließt, kann nie die Selbstliebe ersetzen. Somit wenn wir hängen bleiben in dieser Phase, wird es zu einem narzisstischen oder psychopathischen Spiel.

Die Machtsucht geht immer weiter, sie hat kein Ende und wenn wir dann womöglich die ganze Welt beherrschen, brauchen wir eine zweite Welt, um uns zu beweisen, oder das ganze Universum. Diese Rallye im Außen wird nie zu Zufriedenheit und Glück führen. Seneca sagte schon: dem Genügsamen lauert überall das Glück, den Ungenügsamen werden auch zwei Königreiche nicht glücklich machen.

Ja was geschieht da gerade in der Welt? Führen da Menschen, die in Gelassenheit, in Selbstliebe, in Selbstgenügsamkeit sind (ich genüge mir selbst, bin mit mir in Fülle), oder führen machtsüchtige, angstbesessene Wesen?

Und jetzt wird es spannend, wenn wir eine Veränderung in der Welt wollen, wenn wir uns neue Qualitäten wünschen, dann die Frage welche Personen sind soweit über ihre Person hinausgewachsen, dass sie diese Qualitäten selbst leben und auf Erden bringen können, fähig sind es zu tun, aus Gelassenheit und Liebe?

Macht hat immer die Versuchung zu Machtmissbrauch. So lange in uns Minderwertigkeitsgefühle, Selbstverurteilung wirken und die Herrschaft, damit die Macht über unser Leben haben, ist die Gefahr des Machtmissbrauchs jeden Moment gegeben.  Das ist im Kleinen, in Partnerschaft, in Familien, in Teams ganz leicht zu sehen. Es ist in Konzernen und in Regierungen zu sehen. Jede Minderwertigkeit versucht durch Macht und Machtmissbrauch zu überkompensieren.

Etwas zu erreichen, was da nicht zu erreichen ist: der Geldadel will die Herrschaft über die Welt, die Pharmaindustrie, die Krankheitsindustrie will die Herrschaft und die absolute Macht und braucht kranke Menschen in immer größerer Zahl. Auch Digitalkonzerne wollen die Macht. Damit das gelingt, braucht es auch Mitspieler und am Schluss verlieren immer alle! Nein? Doch, wer verliert beim Monopoly Spiel? Ja der, der am Schluss alles hat, denn es gibt keine Miete mehr für seine Straßen und Gebäude, damit bricht das System zusammen. Wir hören einfach zu früh zum Spielen auf und sehen die Wirkung des Ergebnisses damit nicht.

Die Lösung, die Erlösung? Der Gewahr-Seins-Weg, uns beobachten, wahrnehmen, erkennen was da in uns wirkt, die Ursache, unserer Motivation erkennen und hierin uns immer weiter in die Gelassenheit entspannen. Dazu braucht es mit uns selbst immer wieder in Stille gehen und hinspüren, nachspüren. Dazu braucht es auch Wesen um uns, die uns in liebevoller Klarheit spiegeln und uns standhalten.

Der Psychopath, umgibt sich mit Wesen, die nicht in das Risiko gehen, ihn zu spiegeln. Wagt es doch jemand, wird er sofort entfernt. Somit meint der Psychopath, alle sind seiner Meinung und finden das was er macht großartig. Was jedoch herrscht ist Angst und Ego und damit hat das Minderwertigkeitsgefühl, die Minderwertigkeitsüberzeugung, die Macht übernommen.

Ob sich eine neue Qualität auf Erden ausbreitet, damit auch zum Beispiel alle Kriege überflüssig werden, das beginnt im Kleinen. Inwieweit sind wir selbst fähig friedfertig zu leben, die Liebe zu teilen, Liebe zu machen? Darin diesen Raum von Sein in Liebe pflegen und entwickeln. Das bedeutet auch liebevolle klare Abgrenzung. Die Schwellen klarmachen, die es braucht um von dem äußeren in den inneren Kreis zu gelangen. Dazu braucht es auch, dass wir frei sind von der Angst, für die Anderen als der Böse zu gelten. Erst dann sind wir fähig sogenannte „notwendige, unpopuläre Maßnahmen“ zu erkennen, zu treffen und durchzuführen, zum Wohle von allem und allen.

Womöglich ist Planet Erde ein Übungsraum, um unsere Liebesfähigkeit und Schöpferkraft zum Wohle von allen und allem zu entfalten. Das bedeutet tägliches Üben, idealerweise in einem nähernden, liebevollen, klaren Feld von anderen Wesen.

Willkommen auf der Ge-Wahr-Seins-Reise.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*