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Lebenssucht und Todessehnsucht – Reflexionen- Juni 2016

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Das im irdischen das Glück suchende Leben ist hoffnungslos, es kann nur scheitern. Das Versagen ist jeden Tag, jede Minute. Rennen nach irdischem Erfolg muss zu Depression und Burnout führen. Wir nehmen Drogen um es nicht zu spüren. Bewusstseins verengende Drogen. Alle Drogen können im richtigen Moment, bewusst genommen, das Bewusst Sein erweitern. Am besten wirkt ein tiefer Atemzug in Liebe. Das konsumieren von Drogen, sowohl legaler wie illegaler verengt das Bewusstsein, hält uns auf einer niederen Stufe gefangen. Krishna Das und Ram Dass, fragten ihren Lehrer, Meister Neem Karoli Baba, vor vielen Jahren: Sind Drogen hilfreich auf dem Weg des Erwachens. Er fragte welche sie meinten LSD. Er fragte habt er welches da? Ja! Sie gaben ihm eine Einheit – er wollte mehr sehen er schluckt 15 bevor sie sich versahen. Sie waren in Angst um ihn – er jedoch saß in Stille für 10 Stunden. Öffnete die Augen wieder und sie meinten „Und?“ Er antwortete: „Für Anfänger mag das hilfreich sein.“ Genau so ist es, es kann einen Impuls geben, aber diese andere Ebene bewohnen können wir damit nicht, jedoch durch Stille, Meditation, intensives Atmen …. Der Konsum von Drogen ist für den Weg des Erwachens hinderlich. Zucker, Kaffee, übermäßiges Essen, Alkohol, Medikamente, Kiffen, Heroin,… Das konsumieren, geschieht wohl immer aus der gleichen Motivation: Sich nicht zu spüren, nicht gewahr zu sein was wirklich ist, vermeiden mit dem zu sein, was jetzt ist. Wenn wir im Moment sind, zeigt und löst sich auch alles Vergangene und damit vergängliche, es ist dann vergangen. Neu Freiheit ist da, nach dem Geburtskanal. Und ja oft vor dem Geburtskanal fühlt es sich wie sterben an. Das Vermeiden kann zu Todessehnsucht, oder Lebenssucht führen. Das Leben in Gewahr-Sein entfaltet sich von Moment zu Moment – in Liebe und Gelassenheit. Die Gelassenheit lässt die Dinge wie sie sind, liebt was ist, und aus diesem liebenden Annehmen entsteht das Neue.

Mehr informationen findest du auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/ZeitFuerFreiheit/home

Informationen zum Wüstenretreat findest du hier: http://zeit-fuer-freiheit.de/home.html

 

 

 

Schöpfer der neuen Zeit – Auf der Erforschungsreise – Mai 2016

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Sind wir hier um zu überleben, tagtäglich zu kämpfen und Teil des Systems zu sein? Oder hier um mit Freude kraftvoll unseren Erforschungsweg zu leben, zu teilen und die neue Qualität Sein?
Im Begegnungsraum “Schöpfer der neuen Zeit” erkennst du wie du dich bisher klein gemacht und verleugnet hast. Du entdeckst was dein Lebensanliegen und deine einzigartigen Talente sind. Es zeigt sich, wo Fülle und “Sein in Liebe” auf dich wartet. Wenn wir unseren Weg gehen und dem Herzen folgen, ist alles da was wir brauchen. Es gibt nichts zu erreichen, kein “Muss” mehr. Es entfaltet sich zu unserem Wohle und zum Wohle von allem. Utopisch? Weit weg? Nein, nur einen kräftigen Atemzug in Liebe entfernt.
Willst du mit uns erforschen und überprüfen?

Die Frage kam: Ist es wirklich so einfach? Ja unser Erleben ist, dass wir alles, was wir bekämpfen, nur füttern, stärken. Egal ob es in der Welt ist, oder ungute eigene Gewohnheiten, Überzeugungen, schädigende Muster .. Das Erkennen, das Gewahr-Sein ist der Schlüssel und der Kampf ist beendet. Genau das üben wir in den Schöpfertagen und es ist erstaunlich, wenn wir Gewahr-Sind was dann alles möglich ist und durch uns geboren wird … spielerisch .. Willkommen auf der Entdeckungsreise ins Sein.

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Forum Erleuchtung Berlin Kongress im August 2014

In Demut vor der Schöpfung dem großen Ganzen dienen

Forum Erleuchtung Berlin Kongress im August 2014 in Berlin mit einem Beitrag von Charles Kunow (Jetzt-TV, Forum Erleuchtung).

Sich in Demut und sich als Teil des Dienens zu wehren, kann auch mal erforderlich sein; das Gefühl der Verletzung; mit dem Schmerz sein; über die Todesangst vor Männern; Heilung nach dem Missbrauch, authentische Begegnung mit Männern auf Augenhöhe; die Haltung der Liebe einnehmen; der Angst in dir selbst begegnen, dann kann aus Angst Liebe werden; nicht nur die Seele, auch der Körper will erlöst werden; durch den Schmerz ins goldene Zentrum; Emotionswellen fühlen und in die Bewegung gehen; Gefühle sind keine Emotionen; Verwurzelung in unserer Kultur; Sehnsucht nach Begegnung; Begegnung als Schlüssel zur Heilung; die letztendliche vollendete Kapitulation; ein Kongress ohne Regeln; immer wieder neu schauen, was jetzt gerade da ist; wenn ich keine Hilfe von außen mehr erwarte – Eigenverantwortung übernehmen; Liebesbeziehungen, wenn man sich wirklich darauf einlässt, sind der beste Spiegel; Christentum und Frauen; männliche und weibliche Anteile gleichsam integrieren; Jesus, der absolute Herzenslehrer; der Ballast der Kirche; den Weg der Fülle und des Nichts; Wertschätzung des Mannes, Heilung zwischen dem Männlichen und Weiblichen; Nächstenliebe ist die zentrale christliche Botschaft; nur wer sich selbst annehmen kann, kann auch andere annehmen; Bibelbilder – die 400 Priester; Geben und Nehmen im Feld; wir sind mehr als nur Mensch.

(Danke an Wolfram Umlauf für´s zur Verfügung stellen des Videos und für den Beschreibungstext)

Tunesien aktuell

1913443_849396025146083_2964802682534015680_oSeit ein paar Tagen mag ich eine Rundmail aussenden. Irgendetwas hat mich blockiert. Da war eine Lähmung. Seit der Nachricht aus Sousse ist klar was es war. Es ändert die Situation .. es fordert uns auf zu reflektieren, ob wir es den Terroristen recht machen wollen, ihnen die Macht geben und uns zurückziehen? Egal wo in der Welt etwas geschieht, wir entscheiden, ob wir aufstehen und uns zeigen und die Karawane der Liebe weiter führen, oder uns verstecken.
Es fühlt sich klar an – es braucht das Da-Sein und Flagge zeigen. Wir sind am prüfen, ob wir kurzfristig ein Friedenskonzert in Sousse, am Strand und in Tunis, im Bardo Museum kreieren.
Der Tunesischen Regierung wird Versagen vorgeworfen, nur weltweit kann man Gewehre kaufen, für ein paar Euro, niemand kann absolute Sicherheit garantieren. Gegen Partisanenkämpfe waren schon viele machtlos. Nach wie vor ist das Risiko im Straßenverkehr, im Flugzeug oder im Krankenghaus zu Tode zu kommen, um ein vielfaches höher als bei einem Terroranschlag oder einer Entführung. Um die Wirkung eines solchen Anschlages sind sich jedoch die Urheber sicher und genau darum geht es ihnen – Verunsicherung, Destabilisierung, Angst, Lähmung, Unterwerfung.

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Was kann die Antwort sein? Bei unseren sechs Wochen, die wir als Karawane der Liebe in Tunesien unterwegs waren, haben wir vielfältig die Erfahrung gemacht, wie sich berührte Herzen wandeln. Wo immer wir mit einer offenen Haltung, offenen Herzen und Musik auftauchten, war Freude und es entstanden immer verbindende Begegnungsräume, bis zu spontanen Festen.
Attentäter zu bekämpfen, füttert sie, stärkt sie – es erzeugt immer neue Attentäter, wie bei der Hydra in der griechischen Sage, für einen abgeschlagenen Kopf wachsen zwei nach. Die einzige sinnvolle Antwort ist: Sein in Liebe, eine liebende, verstehende, Verbindung da sein lassen.
Es gilt zu erkennen, wie viel Einsamkeit, Schmerz, Hoffnungslosigkeit hinter jedem Anschlag, wie hinter jedem Amoklauf steht. Jedes Attentat, jeder terroristische Akt ist eine Art Amoklauf. Die Täter sind nicht Mächtige, sondern verletzte kleine Jungs im Körper eines Mannes. Genauso wie bei uns die meisten in rechtsradikalen Gruppen keine Rechtsradikalen sind, sondern verletzte, einsame Jungs, die in diesen Gruppen zum ersten Mal eine Familie erleben, sich gesehen und gewertschätzt erleben, für diese Zugehörigkeit sind sie bereit, fast alles zu tun. Sind wir uns auch bewusst, wie wir durch unseren Konsum – sei es billig Blumen, importiertes Mastfutter, billige Baumwolle und damit verbundene Landenteignung – zu Armut und Verzweiflung in anderen Teilen der Welt beitragen? Damit führen wir oft Krieg, ohne es zu wissen.
Was ist die hilfreiche Antwort? Bewusstheit, Gewahrsein, Mitgefühl, Verbindung, der Raum von Sein in Liebe. Und ja Angesichts von Toten und Leid ist es nicht immer leicht, diesem Wissen treu zu sein.

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Auch wenn es anders erscheint und sich gerade jetzt verrückt anhört – Tunesien ist nach wie vor ein sicheres Reiseland, die Gastfreundschaft ist das höchste Gut und um so größer ist jetzt die Betroffenheit bei all unseren tunesischen Freunden, vom Kamelführer über den tunesischen Botschafter bis zu den Ministern und …
Geben wir den Terroristen die Macht, oder Antworten wir mit Präsenz, unserem offenen Herzen und unterstützen die Geburt des Neuen in diesen Ländern? Und leben dabei unser immer wieder Neu-Sein?

INTERVIEW mit CHARLES KUNOW

Eine außergewöhnliche Reise – Teil 1
Die Wüste. Ich hatte schon seit Jahren von Menschen gehört, die in die Wüste fahren und danach ganz begeistert davon erzählen. Von ihren ganz speziellen Erfahrungen. Ihre Begeisterung brachte mich immer wieder zum Staunen. Für mich nicht wirklich greifbar, was sie da so bewegt, was sie ja fast schon euphorisch berichten lässt. Noch erstaunter war ich, festzustellen, dass sie in den meisten Fällen wieder hin wollten.
Unweigerlich weckte dies meine Neugierde und ich wollte mehr darüber wissen, begreifen, warum diese Reaktion. Wenn ich selbst darüber nachdachte, ergab das “nur” ein Gefühl von Leere. Ist es womöglich das, was sie dort suchten – die Leere? Welchen Sinn würde das ergeben? Es gab da auch etwas, das mir irgendwie Angst zu machen schien – aber was war das? Und würde ich wirklich das auch herausfinden wollen? Indem ich sogar selbst mich auf einer solchen Reise begab?

So kam ich eines eines Tages zu der Möglichkeit, Charles Kunow, der seit vielen Jahren Reisen und Retreats in die Wüste organisiert, direkt vor seinem Aufbruch zu einer Tour, Fragen zu stellen. Ich war gespannt auf seine Antworten – würde mir das weiter helfen für mich herauszufinden, was die Menschen dort “suchen” und welche Veränderungen dadurch in ihrem Leben passieren. Konnte er etwas Licht ins Dunkel bringen?

So machte ich mich selbst auf eine Reise in das schöne Jonathan, einem ganz magischen Ort am Chiemsee – ein Seminarhotel. Dort wollten wir uns treffen. Im Jonathan erwartete mich eine friedvolle und familiäre Atmosphäre. Es ist ein Leichtes sich hier ganz unbefangen zu fühlen und durch die Ruhe, die in mir entstand, auch alle Fragen zu stellen, die mich beschäftigten.

Mir gegenüber steht ein Mann, dem anzusehen ist, dass er weiss, wovon er redet. Sein direkter Blick, seine offene und zugleich sehr bewusste Art lösen in mir schnell den Impuls aus, da kannst Du vertrauen, mit dem würdest Du in die Wüste fahren. Dich auf einer solchen Reise begeben…

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FRAGE
Wann bist Du, Charles, das erste Mal in die Wüste gereist?

ANTWORT
Es wird so 1993 oder 1994 gewesen sein…in Douz, Tunesien.
Ich dachte mir, eigentlich wäre es ja ganz schön hier Ballonfahrten anzubieten. Das ist etwas, das wir bereits in Deutschland in unser Angebot (im Jonathan) hatten. Kurz darauf lernte ich auf der Fähre einen Franzosen kennen, der solche Ballonfahrten über die Wüste anbot – und wir kamen ins Gespräch. Fünf Monate später waren wir mit drei Ballons unten. Wir haben zwei mal mit denen kooperiert, stellten jedoch schnell fest, unseres geht mehr in die Tiefe. Die Menschen werden von der Wüste sehr berührt. Der andere Anbieter hat mehr oberflächliches Vergnügen und Halli Galli entstehen lassen, da ist es schwierig in die Tiefe zu gehen.
Anschließend haben wir die erste Reise mit 20 Personen gemacht. Zuerst waren einige skeptisch, wie das gehen soll mit so vielen Leuten. Um dann mit Erstaunen festzustellen, wie man nach einigen Tagen wie eine große Familie zusammen ist. Ein Stamm, der miteinander unterwegs und füreinander da ist.

FRAGE
Hast Du je darüber nachgedacht solche Reisen in Unternehmen anzubieten im Bereich Teambildung oder Ähnliches?

ANTWORT
Ja, das haben wir schon gemacht. Wir haben zum Beispiel schon mit Microsoft etwas in diesem Bereich gemacht. Dann gab es da noch einen Milliardärsclub aus Bonn. Ich merkte damals schnell, für das was ich in der Unternehmensberatung anbieten mag, braucht es noch ein paar Jahre. Jetzt ist die Zeit dafür reif. Es wird schliesslich alles immer schneller in unserem Alltag, es muss immer billig und billiger sein. Es braucht so etwas, wie das Bewusstsein für neue Werte, ein Umdenken ist erwünscht. Einmal ist jemand aus der Führungsposition eines sehr bekannten Unternehmens mit seinem Sohn mitgefahren.
Der wollte dann die Presse dabei haben, um die Aktien der Firma, die zu der damaligen Zeit in den Keller waren, in die Höhe zu treiben. Das habe ich dann abgelehnt, obwohl das ein sehr lukratives Geschäft war.

FRAGE
Dir geht es also um Authentizität, um Ehrlichkeit, um echtes Sein?

ANTWORT
Definitiv. Betrug lockt mich nicht, für sowas gebe ich mich nicht her. Jetzt merke ich, dass es ganz aktuell ist, Teams auf eine neue Ebene zu holen. Und darum Unternehmen mit individuell konzipierten Angeboten direkt anzusprechen. Wir hatten, wie gesagt, bereits Manager dabei. Und die anderen Teilnehmer wissen dann nicht, wer das ist. Wir beschäftigen uns nicht mit der Vergangeheit eines Menschen. Ich habe auch bei meinen Seminaren gerne gemischte Gruppen, von der gestressten Hausfrau bis zur Führungskraft. Das ist nicht ausschlaggebend, denn das Model, wodurch die in Stress kommen, ist immer das Selbe, das gilt es zu erkennen.

FRAGE
Wodurch passiert das in der Wüste? Was ist das Besondere, durch das es dort viel eher stattfinden kann?

ANTWORT
Zum einen ist es tatsächlich durch die Wüste selbst, durch die Stille, durch die fehlende Ablenkung, du kannst dich nicht mit anderen Sachen beschäftigen, das geht gar nicht. Und wenn manch einer dann doch versucht sich abzulenken, indem er Beispielsweise von seinem neuen Auto redet, ihn behutsam dahin führen, in den Moment. Zu fragen auch “bist du jetzt deswegen hier?” Wir machen Mitteilungsrunden, in denen jeder erzählen kann, was in ihm gerade geschieht. Am Anfang fällt das manch einem schwer, aber mit der Zeit lernen die Menschen anders, aufmerksamer zuzuhören.

FRAGE
Das bedeutet, dass Du und Dein Team da seid und die verschiedensten Prozessen, die entstehen, bewusst begleitet?

ANTWORT
Ja, intensiv! Je nachdem, was es braucht. Manchmal haben wir ganz reife Gruppen da und es kommen auch Beiträge aus der Gruppe.

FRAGE
Einige Menschen, die mit Dir diese Reise gemacht haben, erzählen von sehr prägenden Momenten in denen sie mit ihrer Angst konfrontiert wurden. Ist das ein Phänomen, das häufig vorkommt?

ANTWORT
Na ja, in so einem Raum, wo die Ablenkung fehlt, kommen gedecklte Ängste hoch. Viele sind voll beschäftigt und rennen vor dem Leben davon, um sich nicht zu spüren, um ihren Ängsten nicht zu begegnen. Um ihren Schmerzen nicht zu fühlen. Wir dürfen dann in solchen Momenten, wo das Raum bekommt, feststellen, dass unsere Schmerzen uns nicht umbrigen. Mein Weg ist Gewahr sein, da kommen für mich therapeutische Aspekte und Managementmethoden zusammen. Wenn so ein Zustand entsteht, schlage ich den Leuten vor ein Blatt Papier zu nehmen und das aufzuschreiben. Wenn Angst so etwas ist wie eine dunkle Wolke, was kann schlimmsten Falls passieren? Und plötzlich wird die Angst anfassbar. Und den Menschen wird bewusst, sie können etwas tun, um in der Entspannung und in der Sicherheit zu sein.

FRAGE
Das heisst, es ist ein geschüzter Raum da, wo ist aufgefangen werde?

ANTWORT
Gehalten werden, würde ich sagen. Ich kann auch mit meiner Angst spielen, ihr langsam begegnen, zum Beispiel indem ich teste, kann ich draußen unter freiem Himmel schlafen im Schalfsack? Und wenn das “zu viel” ist, dann eben oben auf dem Track probieren, sich langsam herantasten. Es geht eben nicht darum sich über die Ängte hindurch zu peitschen, sondern sie wahrzunehmen und über das Gewahr sein sie langsam auflösen zu lassen. Ängste wachsen eben da, wo wir sie ignorieren. Die Frage ist, was ist unterdrückt. Und das will sich Raum verschaffen. Das tibetanische Totenbuch beschreibt es so schön – alles, wovor ich im Leben davon laufe, begegnet mir nach dem Tod wieder. Und dann kann ich wieder davon laufen. Oder jetzt die Chance nützen um festzustellen, alles nur Fantasien.  Dann verlieren unsere Ängste ihre Macht und wir sind da durchgegangen.

FRAGE
Viele Teilnehmer erzählen, dass sie nach dem Retreat eine ganz starke Veränderung in ihrem Leben spüren. Also es ist etwas, das einen nachhaltig prägt. Ich habe Sätze gehört wie “wenn du zurück kommst, bist du ein anderer Mensch“. Kannst Du das bestätigen?

ANTWORT
Wir wandeln uns im Leben durch Begegnung und aus der Wüste kommt keiner so raus, wie er reingegangen ist.

FRAGE
Also ein deutlicher Unterschied zu anderen Events?

ANTWORT
Also ich sage jetzt im Alltag gelingt uns vielleicht 30%, in der Wüste sind es durchaus dann 70% von dem was ich Gewahr bin, was ich erkannt habe. Die Menschen werden sensibilisiert. Dann darf man auch schauen, wie man das Gelernte wieder in den
Alltag integriert. Wenn uns wieder die Schnelligkeit, der gewohnte Lärm begegnen, wie bleiben wir dann bei uns. Wie bleibt man in der Gelassenheit. Gelassenheit ist auch etwas, das meist nicht verstanden wird. Es heisst etwas so lassen, wie es ist. Ein ja zum Moment, was nichts anderes ist als im hier und jetzt zu sein. Das Problem ist ja nicht, das was ist, sondern das, was wir daraus machen. Und wenn wir lernen Gewahr zu werden und zu beobachten – großartig!

Markttag in Douz Teil 6

Rückblick des Seminares: “Sinnliche Reise zu mir”  – Teil 6

 

Heute war Markttag in Douz … und Wahlveranstaltungen. Wir wünschen Tunesien, dass am Wahltag am 26.10.14, sich der Weg in ein freies Land weiter öffnet. Trotz allem was so durch die Medien geht wir fühlen uns sicher und beschützt auf unseren Reisen. Es gab noch nie ein Problem und wir sind als Gäste willkommen, geachtet, respektiert.
Immer wieder faszinierend wie der Markt in Douz entsteht, mittags zu Ende ist und dann um 14 Uhr der Platz wieder leer ist … bis zum nächsten Donnerstag und die Händler bereits auf dem Wege zum nächsten Markt sind ……
Morgen mach ich mich auf den Weg nach Tunis, dort noch zwei Tage genießen und am Montag zurück nach Deutschland .. Inshallah .. nach einer sehr feinen Zeit hier …
Am 20. Dezember startet unsere nächstes Stille Retreat in der Sahara … und da ist schon Vorfreude … ein Stück Klarheit, Vertrauen und Sein tanken und teilen … neue Ausrichtung, Klarheit und Gelassenheit in den Alltag zurück bringen … ein neues Stück erwacht Sein …
Und wir freuen uns auf Wiederholer und Neue die dieses Erlebnis mit uns teilen wollen und werden. Herzliche und „wüste“ Grüsse Charles

 

 

 

 

sandiger als erwartet…… und dann schließlich schwimmen in warmem Quellwasser Teil 5

Rückblick des Seminares: “Sinnliche Reise zu mir”  13.10.2014 – Teil 5

Der Raus-Weg aus Mida war sandiger als erwartet – es gab hier noch keinen Regen dieses Jahr .. so durften wir ein paar Mal schaufeln bei den Dünenquerungen … um dann auf eine Dusche und ein feines Essen im Camp in Smilet vorbeizuschauen … ein erster Kontakt zur „Zivilisation.“
Nach ausgiebigem Schwimmen im warmen Quellwasser in Ksar Ghilane ging es weiter zum Brunnen Bir Soltan – frisches bestes Trinkwasser tanken und dann … unsere letzte gemeinsame Nacht in den Dünen. Zum Sonnenuntergang ein Abschluss- und Neubeginn-Ritual: Einen Blick zurück – so kam ich in die Wüste … das waren wertvolle Erkenntnisse, das lasse ich zurück, das ist mein neues Lebensgefühl, das mein Dank an die Wüste — und dann ein Stück in die Zukunft gereist, um uns neu zu erleben, zu spüren.

Am nächsten Morgen – Abschied nehmen … 10 Fliegen zurück. Zu fünft bleiben wir noch eine weitere Woche auf der Reise.

Trauer, Melancholie war zwei Tage mit uns. Zwei Wochen so intensiv, offen, wahrhaftig zusammen sein und dann Abschied nehmen – und sie geht weiter, die innerer und äußere Wüstenreise. Zehn sind jetzt schon durch die Lüfte zurück nach Deutschland und in die Schweiz.

Samira war zum dritten Mal mit dabei und hat sich spontan entschieden: “Weihnachten bin ich wieder in der Sahara dabei. Es ist so bereichernd und öffnend für mein Leben – die Zeiten mit mir mit der Gruppe und der Wüste sind gerade sehr wesentlich für mich. Ich bin ganz neu auf der Erde angekommen. Alles was ich als schlimm in meinem Leben definiert hatte, ist in neuem Licht und ist wichtiger Erfahrungsteil auf meiner Reise hier auf Erden geworden. Danke dir Wüste, danke dir Team und danke mir selbst.”

Es wurde nochmal richtig warm hier … heisser Südwind heizt uns ein .. na dann machen wir ausgiebig Siesta .. …

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